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Brigitte Lampa

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Außenwirtschafts- und Zollrecht, Export, Import, EU-Warenverkehr, Bescheinigungen und Dokumente, IHK-Zollkreis Südhessen, Messeförderung, IHK-Messekreis Südhessen

JEFTA tritt am 1. Februar 2019 in Kraft


Das EU-Japan Abkommen wurde ratifiziert und ist ab 01.02.2019 für Unternehmen nutzbar.

Zum Thema läuft auch eine aktuelle Umfrage.

Das zwischen der EU und Japan ausgehandelte Wirtschafts-Partnerschaftsabkommen (JEFTA) wurde im » Amtsblatt der EU Nr. L 330 vom 27.12.2018 veröffentlicht und tritt am 1. Februar 2019 in Kraft. Mit Inkrafttreten von JEFTA entfallen für Ursprungserzeugnisse der EU und Japan rund 90 % der Zölle. Für bestimmte Waren bestehen sogenannte Abbaustufen, die zum vollständigen Zollabbau oder wenigstens zu Zollerleichterungen führen. Nach Auslauf verschiedener Übergangsfristen entfallen bis zu 97 % der Zölle.

JEFTA, ein Freihandelsraum mit mehr als 600 Millionen Einwohnern (ohne UK), repräsentiert aktuell ein Drittel der weltweit erbrachten Wirtschaftsleistung. Neben Zollreduzierungen wurde auch die Angleichung einiger technischer Standards vereinbart. 74.000 nach Japan exportierende EU-Unternehmen werden vom Abkommen profitieren, davon 78 % KMU.

Beim JEFTA-Abkommen gibt es keine Wertgrenze von 6000 €, es ist keine Warenverkehrsbescheinigung und kein Ermächtigter Ausführer erforderlich. Neu ist, dass in der Rechnungserklärung in codierter Form das Kriterium angegeben werden muss, durch das sich die Präferenzberechtigung begründet (vollständiges Herstellen oder wesentliche Be- oder Verarbeitung mit Positionswechsel oder Wertzuwachs).

Mit Veröffentlichung des Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (JEFTA) im » Amtsblatt der EU Nr. L 330 vom 27.12.2018 darf Japan mit dem Zusatz "ab Anwendbarkeit" seit 28.12.2018 bis zum 01.02.2018 in Lieferantenerklärungen genannt werden.

Das » DIHK-Hintergrundpapier gibt einen guten Überblick zum EU-Japan Freihandelsabkommen.Die wesentlichen der Ursprungsregeln hat die Generalzolldirektion im » Merkblatt EU-Japan zusammengestellt.

Mit Blick auf das Handelsvolumen wird es das größte Abkommen sein, das die EU je abgeschlossen hat. Es ist in Zeiten des weltweit zunehmenden Protektionismus ein starkes Signal für freien Warenaustausch. Eine aktuelle Umfrage dazu läuft noch bis zum 15. Februar » Jetzt teilnehmen!