Italien: Einreise- und Bewegungseinschränkungen gelockert


[Offenbach am Main, 25. Mai 2020] Dienstleistungserbringung in Italien wieder möglich

In Phase 2 lockert Italien stufenweise die geltenden Einreise- und Bewegungseinschränkungen. Seit dem 18. Mai 2020 sind Einreisen nach Italien wegen nachgewiesener Arbeitsbedürfnisse wieder möglich. Die Lockerungen gelten für Einreisende aus EU-Mitgliedsstaaten, Schengen-Ländern, Vereinigten Königreich, Andorra, Fürstentum Monaco, San Marino und der Vatikanstadt.

Es wird empfohlen, dass der Einreisende ein Schreiben seines Arbeitgebers sowie des italienischen Geschäftspartners, das den geschäftlichen Grund der Reise erklärt, mit sich führt. Trotz der Lockerungen besteht eine 14-tägige Quarantänepflicht. Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind Aufenthalte, die nicht länger als 72 Stunden (zzgl. weitere 48 Stunden bei gerechtfertigter Verlängerung) dauern.

Folgende Meldepflichten müssen aufgrund Covid-19 eingehalten werden:

  1. Meldung bei der beim Grenzübergang örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde der eigenen Anwesenheit in Italien
  2. Übergabe einer Erklärung, die auf folgende Informationen bzw. Verpflichtungen beinhaltet:
  • Spedizifierung des Einreisegrundes
  • Dauer des Aufenthaltes
  • Adresse und Telefonnummer
  • Angaben des benutzten Fahrzeuges
  • Verpflichtung, Italien nach Ablauf der Aufenthaltsdauer sofort zu verlassen oder die 14-tägige Quarantäne zu beginnen
  • Verpflichtung, bei Krankheitssymptomen die zuständige italienische Gesundheitsbehörde umgehend zu informieren und sich zu isolieren

Weiterhin ist das italienische Entsendegesetz und die damit zusammenhängenden Melde- und Registrierungspflichten sowie die mitzuführenden Dokumente wie die A1-Bescheinigung zu beachten. Die AHK Italien unterstützt Sie gern. Erste Informationen bietet Ihnen das Merkblatt "Arbeitnehmerentsendung nach Italien", welches Sie unter dem Link https://www.ahk-italien.it/dienstleistungen/alle-dienstleistungen/entsendung-nach-italien/ anfordern können. 

Lockerung auch für LkW-Fahrer

LKW-Fahrer mit Wohnsitz oder Staatsbürgerschaft in der EU oder im Schengen-Raum müssen ab sofort nicht mehr vorab beim Gesundheitsbetrieb gemeldet werden. Auch die 72 + 48 Stunden-Regel gilt für LKW-Fahrer aus der EU (+ Schengen) nicht mehr. Die neue Regelung gilt ab sofort. 

Nach Mitteilung der Handelskammer Bozen müssen LkW-Fahrer nur noch bis einschließlich 2. Juni 2020 die erforderliche Eigenerklärung auf Italienisch mit sich führen. 

Weitere Informationen für Unternehmen rund um das Thema Corona unter www.ihkof.de/coronavirus

Eine Übersicht über wichtige Neuigkeiten auf einen Blick erhalten Sie unter Auslandsinformationen.