IHK: Masterplan Offenbach weiter konsequent umsetzen


[Offenbach am Main, 2. März 2020] „Der Masterplan wurde bisher von Politik und Verwaltung in Offenbach konsequent umgesetzt. Deshalb sieht die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main kritisch, dass das Bauprojekt Bieber Waldhof West mit rund 600 Wohneinheiten nun in Frage gestellt wird“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner.

In der Metropolregion FrankfurtRheinMain ist der Wohnungsmangel besonders groß. Im kürzlich vorgestellten Regionalen Entwicklungskonzept Südhessen wird bis zum Jahr 2030 ein Bedarf von 335.000 Wohnungen prognostiziert. Weinbrenner erläutert:  „Bieber ist mit zwei S-Bahn-Haltepunkten besonders gut erschlossen und bietet ein attraktives Umfeld. Dieses Potenzial für eine Entwicklung ungenutzt zu lassen, so wie es die Freien Wähler gerade fordern, wäre unserer Ansicht nach nicht nachhaltig.“

Der Masterplan Offenbach wurde im Jahr 2016 von den Stadtverordneten beschlossen und dient als Rahmen der Stadtentwicklung. Die Erschließung neuer Baugebiete zählt zu den Schlüsselprojekten des Konzepts, welches von der Stadt und dem Verein Offenbach offensiv gemeinsam beauftragt wurde. „Bei der Erstellung des Masterplans sind viele Akteure – auch IHK und Verein – Kompromisse eingegangen. Das ist Teil eines solchen Prozesses. Nun sollten wir gemeinsam zu unseren Ergebnissen stehen und die Umsetzung vorantreiben“, stellt Weinbrenner klar.

Die Schaffung von Wohnraum für alle Einkommensschichten ist insbesondere auch für die Wirtschaft von großer Bedeutung. Die Wirtschaft braucht Fachkräfte und Fachkräfte brauchen Wohnungen. „Wir sprechen uns generell für eine finanzielle Förderung von Kommunen bei den Erschließungs- und Folgekosten aus. So könnten Kommunen unterstützt werden, die Verantwortung für die Schaffung von Wohnraum und somit für die Region übernehmen, so wie es Offenbach gerade schon tut“, so Weinbrenner.
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