IHK-Jahresempfang mit Prof. Dr. Kristian Kersting


[Offenbach am Main, 13. September 2022] Zum IHK-Jahresempfang begrüßte Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main, am 6. September 2022 rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft der Region in der IHK.

Professor Dr. Kristian Kersting, IHK-Jahresempfang

Gastredner Professor Dr. Kristian Kersting berichtete den 250 Gästen des IHK-Jahresempfangs, wie KI zum Wachstumstreiber für die Wirtschaft werden kann.

Gastredner Prof. Dr. Kristian Kersting, Professor für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen an der TU Darmstadt und Co-Direktor des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz (KI), präsentierte Zukunftsideen und eröffnete konkrete Perspektiven, wie Unternehmen und Gesellschaft die künstliche Intelligenz nutzen können.

In die Zukunft mit dem Tandem natürliche und künstliche Intelligenz

Unter dem Titel „Die Mensch Maschine – Künstliche Intelligenz: Hoffnungen – Bedenken – Moral“ skizzierte Kersting:
„Künstliche Intelligenz wird bei der Bewältigung der großen Herausforderungen helfen, die vor uns stehen. Sie ist in jedem Sektor eine der Schlüsseltechnologien: vom Medikament gegen Krebs, über die Erschließung der Kernfusion als Quelle für saubere Energie bis hin zu Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung. Infrastruktur für künstliche Intelligenz ist Voraussetzung für Innovation, die Etablierung eines Ökosystems und von Modellen, die unsere Wertvorstellungen berücksichtigen. Daher ist es großartig, dass die Hessische Landesregierung 10 Millionen Euro in den Aufbau eines KI-Innovationslabors beim Hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz hessian.AI investiert hat. Das ist ein guter Start.“

Kersting appellierte an die Unternehmen: „Die KI-Forschung in Deutschland ist gut aufgestellt. Wir müssen mit der Wirtschaft schneller in die Umsetzung kommen, um das Potenzial für Innovationen und Prozessoptimierungen im Zusammenspiel von natürlicher und künstlicher Intelligenz auszuschöpfen. Laufende Kooperationen wie mit der HOCHTIEF-Gesellschaft Nexplore und dem KI-Startup AlephAlpha zeigen, dass sich das lohnt“.

Schoder -Steinmüller sagte in ihrer Begrüßung: „Das unternehmerische Handeln wird aktuell auf eine harte Probe gestellt. Explodierende Energiepreise, drohender Gasmangel, fehlende Arbeitskräfte, Lieferengpässe, der andauernde Ukraine-Krieg und die Auswirkungen der Corona-Pandemie bestimmen das Tagesgeschäft. Bei der Transformation der Wirtschaft sind wir mittendrin mit den drei großen strategischen Feldern: Digitalisierung – Demografie – Dekarbonisierung.“ Die IHK-Präsidentin sieht die Digitalisierung als wichtigen Schlüssel. Sie erschließe alle aktuellen Themen in der Wirtschaft, von der Veränderung der Arbeitsprozesse über den Arbeitskräftemangel bis zur Nutzung neuer Energieträger. Dennoch sei der Stand der Digitalisierung aus Sicht der Unternehmen nur befriedigend. Schoder-Steinmüller betonte: „Die künstliche Intelligenz nimmt eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung ein. Sie wird Treiber des wirtschaftlichen Wachstums sein. Die Weichen für die erfolgreiche Entwicklung und Anwendung von KI in der Wirtschaft müssen jetzt gestellt werden.“

In den Unternehmen bestehende Hemmnisse müssten angegangen werden. Die IHK-Präsidentin benannte eine unzureichende Datenbasis, mangelnde Ressourcen und Kompetenzen ebenso wie Rechtsunsicherheit und Sicherheitsbedenken. „Hier ist die Politik gefordert, dass die Sicherheit und das Vertrauen für den Einsatz von KI-Technologien gestärkt werden. Wir setzen uns als IHK auf allen politischen Ebenen für eine Verbesserung der KI-Rahmenbedingungen ein. Gesetzliche Regelungen müssen einen verlässlichen Rahmen und Vertrauen schaffen. Sie dürfen keine unnötigen Hemmnisse für die Weiterentwicklung bei KI aufbauen: Sie sollten Innovationen fördern“, so Schoder-Steinmüller.

Die IHK-Präsidentin rief die Unternehmen auf: „Es liegt an uns Menschen, wie wir das Werkzeug ‚Künstliche Intelligenz‘ nutzen. Sie eröffnet uns Chancen, die wir in der Hand haben. Wir alle sind gefordert, an die Umsetzung zu gehen. Die IHK unterstützt den Transfer und bringt Unternehmen und Forschung zu praxisorientierten Projekten zusammen. Nur so können wir die Synergien zwischen natürlicher und künstlicher Intelligenz nutzen.“
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