IHK fordert klare Perspektive für die Wirtschaft


[Offenbach am Main, 21. April 2020] Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main begrüßt die ersten Lockerungen der Einschränkungen im Handel.

„Bund und Land haben erste wichtige Schritte umgesetzt. Dennoch drängt die Zeit für notwendige Perspektiven für die gesamte Wirtschaft. Ein konkreter Zeitplan für das Hochfahren der Unternehmen nach dem verordneten Shutdown muss schnell kommen.“

Die von den Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach erwarteten Auswirkungen und Einbußen durch die Corona-Pandemie sind dramatisch. Die IHK-Präsidentin fordert: „Damit die Unternehmen die Krise meistern können, ist bedachtes, aber zügiges Handeln der Politik erforderlich. In enger Abstimmung zwischen Wirtschaft und Politik ist eine Exit-Strategie mit klaren Handlungsempfehlungen und Planungssicherheit jetzt notwendig. Die Unternehmer brauchen Licht am Ende des Krisentunnels, um ihre individuelle Strategie aufstellen zu können. Ansonsten droht Vielen das Aus, bevor der Neustart gelingt.“

Die IHK spricht sich für nachvollziehbare Kriterien aus. Die aktuellen Differenzierungen für einzelne Unternehmen, sei es nach Branche oder Größe sind nicht zielführend. Entscheidend ist, dass Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Klare Vorgaben und Umsetzungsleitlinien wie mit dem neuen Arbeitsschutzstandard COVID 19 sind zu begrüßen.

Auch Hotels und Gaststätten in der Region sehen die Ungewissheit mit großer Sorge. Schoder-Steinmüller skizziert: „Ich wünsche mir eine Strategie, die Schritte zu einer zeitnahen Öffnung gastronomischer Betriebe aufzeigt. Die existenzielle Bedrohung für viele Betriebe in der Branche hat nicht nur wirtschaftliche Folgen für die Region - wie durch Arbeitsplatzverluste - sondern auch für die Vielfalt, die unseren Standort prägt.“

Weitere Beispiele sind im Bereich vieler persönlicher Dienstleistungen wie rund um Körperpflege, wo bereits hohe Anforderungen an Hygiene und geschultes Personal bestehen und umgesetzt werden.

„Keine Frage, die Gesundheit für Mitarbeiter und Kunden hat höchste Priorität“, betont die IHK-Präsidentin. „Wir setzen auf die Eigenverantwortung der Unternehmer, die Arbeitsschutzvorschriften wie Abstands- und Hygieneregeln konsequent umzusetzen, wenn sie ihre Geschäftstätigkeit ausüben. Und wir nehmen diese Verantwortung wahr“, versichert Schoder-Steinmüller.
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