„Hier wird globale Wirtschaft lokal gelebt“


[Offenbach am Main 12. August 2019] Eine japanische Delegation aus Offenbachs Partnerstadt Kawagoe besuchte am 9. August 2019 die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main. Darunter waren auch der Präsident der IHK Kawagoe Masao Tachihara sowie der Hauptgeschäftsführer Joji Takezawa. Zwischen beiden IHKs besteht seit 2000 eine Freundschaftserklärung.

Die japanische Delegation aus Offenbachs Partnerstadt Kawagoe besuchte die IHK Offenbach am Main. IHK-Vollversammlungsmitglied Holger Drewing (erste Reihe 5.v.r.) und IHK-Geschäftsführer Frank Achenbach (r.) begrüßten die Gruppe um den Präsidenten der IHK Kawagoe Masao Tachihara (erste Reihe 4.v.r.), dem Bürgermeister von Kawagoe Yoshiaki Kawai (erste Reihe 6.v.r.) sowie der japanischen Generalkonsulin Setsuko Kawahara (erste Reihe 7.v.r.). Mit dabei war auch Offenbachs Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber (erste Reihe 4.v.l.)

Offenbachs IHK-Vollversammlungsmitglied Holger Drewing und IHK-Teamleiterin International Silvia Schubert-Kester begrüßten die Delegation, der auch Kawagoes Bürgermeister Yoshiaki Kawai angehörte sowie die japanische Generalkonsulin aus Frankfurt Setsuko Kawahara und Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke.

In seiner Begrüßung erklärte Drewing: „Wirtschaftlich gesehen ist Japan in diesem Jahr in Deutschland sehr präsent. Mit Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Japan am 1.Februar 2019 entfallen fast alle Zölle im gegenseitigen Handel. Japan ist der zweitwichtigste Handelspartner Deutschlands in Asien. Durch das Freihandelsabkommen, da sind wir sicher, wird der Handel zwischen beiden Ländern weiter zunehmen und die Handelspartnerschaft intensiviert.“

Davon profitierten auch die über 30 japanischen Tochterunternehmen im IHK-Bezirk aus unterschiedlichsten Branchen. Genauso profitierten auch die lokalen Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Japan.

„Das Freihandelsabkommen ist ein großer Schritt für gegenseitige wirtschaftliche Beziehungen, insofern ist die Partnerschaft unserer beiden Kammern zeitgemäßer denn je. Hier wird globale Weltwirtschaft lokal gelebt. Und auch inhaltlich trägt unsere Partnerschaft Jahr für Jahr aktiv ein kleines Stückchen dazu bei, die deutsch-japanischen Beziehungen zu verbessern“, so Drewing weiter.

Für deutsch-japanische Geschäftsbeziehungen und gegenseitigen Handel sei es wichtig, Mitarbeiter und Führungskräfte in Unternehmen zu haben, die beide Kulturen kennen. „Unser Bestreben im Rahmen der Partnerschaft ist es daher, junge Menschen mit der Kultur und Wirtschaftspraxis im jeweils anderen Land vertraut zu machen. Dies fördern wir mit dem Austauschprogramm von Wirtschaftspraktikanten. Während Praktika in Deutschland ein fester Bestandteil des Bildungssystems sind, ist diese Form des ‚Hineinschnupperns‘ in Unternehmen in Japan eher unüblich und damit eine ganz besondere Möglichkeit für junge Deutsche, die praktische Erfahrungen mit dem Arbeitsalltag in Japan sammeln möchten. Das zeigt auch die Anzahl der Bewerber, die jedes Jahr stetig steigt“, so Drewing

Über Mittel des Bromkamp-Austauschfonds Deutschland-Japan der IHK Offenbach am Main könne jährlich ein japanischer Praktikant in ein deutsches Unternehmen und ein Deutscher nach Japan vermitteln werden. „31 junge Japaner und Deutsche haben bislang an dem Programm teilgenommen, der 32. wird im nächsten Monat die Reise von Offenbach nach Kawagoe antreten“, verkündete das IHK-Vollversammlungsmitglied.

Den Blick nach Japan richtet die IHK in diesem Jahr auch mit einer besonderen Veranstaltung. Am 20. November 2019 findet ein deutsch-japanischer Wirtschaftsdialog zum Thema „Künstliche Intelligenz und die Arbeitswelt der Zukunft“ auf Deutsch und Japanisch statt. „Damit möchten wir verstärkt den japanischen Unternehmen in unserer Region ein Angebot ohne Sprachbarrieren machen und den Austausch der japanischen und deutschen Unternehmen in der Region stärken. Der Entschluss zu diesem Angebot ist auch aufgrund der guten und gelebten Partnerschaft mit der IHK Kawagoe entstanden“, erklärte Drewing.

Die bisherige Partnerschaft der beiden IHKs sei ein Erfolgsmodell und ein positives Beispiel für gelebte Zusammenarbeit. „Es ist für uns Motivation, weiter die Partnerschaft intensiv zu pflegen und mit Leben zu erfüllen. Gern wollen wir diesen gemeinsamen Weg weiter gehen und damit unseren Beitrag zur Städtepartnerschaft und zur Stärkung der deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen leisten“, so Drewing abschließend.
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