Gerade jetzt Neues auf den Weg bringen


[Offenbach am Main, 6. Juli 2020] Die Corona-Krise hat viele Unternehmer von ihren Innovationsvorhaben abgebracht. Jetzt legt die Bundesregierung in ihrem Konjunkturprogramm einen Schwerpunkt auf die Förderung von Forschung und Entwicklung. Die Maßnahmen sollen Firmen motivieren, ihre ruhenden Projekte wiederaufzunehmen. Das Team Innovation der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main unterstützt sie dabei.

„Wir spüren deutlich, dass viele unserer Mitgliedsunternehmen derzeit nach Lösungen suchen. Diesen Schwung wollen wir nutzen und sie mit Beratung und Kontakten unterstützen“, unterstreicht Frank Irmscher, Innovationsberater der IHK Offenbach am Main. Die IHK informiert derzeit in regelmäßigen kostenfreien Webinaren über verschiedene Innovationsthemen.

Der Innovationsreport 2020 des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zeigt, dass seit Ausbruch der Pandemie zahlreiche Projekte auf Eis liegen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Aufträge sind weggebrochen, Lieferketten abgerissen und manchem Unternehmen ist das Kapital dahingeschmolzen. Vor Corona sah dies völlig anders aus: Damals waren die befragten 1.800 Industriebetriebe und industrienahen Dienstleister erstmals seit zehn Jahren bereit, wieder mehr Innovationen in Angriff zu nehmen. Was sie allerdings massiv beklagen und als Innovationshemmnis Nummer Eins nennen, sind die bürokratischen Hürden.  

Nun gibt knapp die Hälfte der Unternehmen an, ihre Innovationsaktivitäten in den kommenden zwölf Monaten ausweiten zu wollen. „Es ist eine Zeit, in der Unternehmen kreativ werden müssen. Die Pandemie beschleunigt Veränderungen. Da Messen und Veranstaltungen ausfallen, fehlen besonders kleinen und mittleren Unternehmen Vernetzungsmöglichkeiten. Die sind oft die Basis für Kooperationen und Innovationsprojekte“, warnt Ulrike Wernig-Pohlenz, Vorsitzende des IHK-Expertenrats Innovation und Geschäftsführerin der Offenbacher Designagentur HDW Partner.

Kai Peters, Geschäftsführer der S&P Schäffer & Peters GmbH aus Mühlheim, ist selbst stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Sein Unternehmen ist auf Großbildlösungen für Architektur, Shop- und Messekonzepte spezialisiert. Dennoch betont er die derzeitigen Chancen für die mittelständische Wirtschaft: „Es ist Zeit, neue Wege zu gehen. Wir leiten aktiv einen Perspektivenwechsel ein und hinterfragen bestehende Geschäftsmodelle.“ Aus offenen Kooperationsgesprächen mit anderen Unternehmen ergäben sich immer wieder neue Handlungsspielräume. „Wir brauchen mehr Agilität und Vernetzung der regionalen Wirtschaft“, fordert Peters. Für die Entwicklung seines neuen Geschäftskonzeptes „Hyvice“, das Produkte rund um den Hygieneschutz im Unternehmen umfasst, nutzt er aktiv das Cross Innovation Netzwerk der IHK Offenbach am Main. Der Kreis Offenbach und die IHK organisieren das Netzwerk gemeinsam. Es dient dem Erfahrungsaustausch kleiner und mittlerer Unternehmen.

www.offenbach.ihk.de/innovation-umwelt
***