Gemeinsam wettbewerbsfähig mit künstlicher Intelligenz


[Offenbach am Main, 21. November 2019] Erstmals im Rhein-Main-Gebiet fand gestern (20. November 2019) in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main der Deutsch-Japanische Wirtschaftsdialog (KAI KÔ) unter dem Motto „Voneinander lernen für die Arbeitswelt von morgen“ mit über 100 Teilnehmern statt. Veranstalter waren die IHKs Frankfurt und Offenbach am Main sowie das „Enterprise Europe Network“, ein Netzwerk der Europäischen Kommission zur Unterstützung von Unternehmen und Innovationen.

Roboter Pepper im Mittelpunkt der Redner (v.l.n.r):Koichi Iwamoto, Research Institute of Economy, Trade and Industry, Tokio,IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner, IHK-Teamleiterin International Silvia Schubert-Kester, Prof. Dr. Barbara Klein, Frankfurt University of Applied Sciences, Setsuko Kawahara, Japanische Generalkonsulin, Christoph Hagedorn, Continental AG, IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller.

Teilnehmer im Dialog bei japanischen Angeboten aus der Region. Foto: Georg/IHK

In ihrer Begrüßung hob Offenbachs IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller hervor: „Es gibt hier in der Region über 250 japanische Unternehmen und eine noch viel größere Zahl von deutschen Unternehmen, die mit Japan Geschäfte machen. Deshalb fanden wir, es ist an der Zeit, eine deutsch-japanische Plattform zu schaffen, um miteinander in den Dialog zu treten, sich zu vernetzen und untereinander auszutauschen.“

Die japanische Generalkonsulin Setsuko Kawahara hieß die Teilnehmer willkommen und betonte: „Wir teilen viele Herausforderungen wie Überalterung der Gesellschaft, Mangel an Fachkräften, eine nachhaltige Wirtschaft, Digitalisierung oder den Schutz geistigen Eigentums. Beide Staaten verfügen über Spitzentechnologie. Sie stehen traditionell für hohe Qualität und Präzision. Daher bin ich mir sicher, dass Japan und Deutschland als zuverlässige Partner auf Augenhöhe voneinander viel lernen und gemeinsam Lösungen finden können.“

Unternehmer und Wissenschaftler aus Deutschland und Japan diskutierten zur Eröffnung zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt der Zukunft“.

Christoph Hagedorn, Senior Vice President und Leiter Unternehmensqualität und Umwelt der Continental AG, skizzierte die Perspektive: „Die Automobilindustrie ist ein globales Geschäft, in dem die japanischen Hersteller ca. 30 Prozent des Weltmarkes beliefern. Ohne eine starke Präsenz in Japan kann kein Automobilzulieferer eine führende Marktposition behaupten. Die technologische Transformation der Automobilindustrie ist vielschichtig. Sie fordert einen Ausbau der technischen Kompetenz in Japan“, so Hagedorn.

Künstliche Intelligenz zum Anfassen boten die in Japan entwickelte Therapie-Robbe Paro für demenzkranke Menschen und der humanoide Roboter Pepper, ein interaktiver und autonomer Serviceroboter, der menschliche Mimik und Gestik analysieren und darauf entsprechend reagieren kann.

Teilnehmer Christian-Alexander Krebs, Experte Digital Business Development vom Automatisierungsunternehmen SMC Deutschland GmbH, fasste seine Eindrücke zusammen: „Die IHK hat einen regen interkulturellen Austausch initiiert. Diese Plattform bot viele neue Kontakte und Anregungen. Es wurde deutlich, wie wichtig der offene Dialog und die Kommunikation sind.“

Zum Abschluss des Tages ließen sich die Gäste von japanischer Kultur inspirieren. Sie verkosteten Sake, versuchten sich in der Manga-Zeichenschule und bei Karaoke.
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