Förderung nicht-technischer Innovationen - neue Studie des BMWi vorgestellt


Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, stellte vergangene Woche die Ergebnisse einer Studie zu nicht-technischen Innovationen vor. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Innovationen, die außerhalb klassischer Forschungslabore entstehen, besser gefördert werden müssen. "Es gibt eine immense Dynamik bei neuen digitalen Geschäftsmodellen, bei bahnbrechenden Konzepten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und bei weiteren nicht-technischen Innovationen" so Zypries. Sie alle müssen wir noch besser für unsere Wirtschaft nutzen und verstärken. Zwar seien die Unternehmen bei Forschung und Entwicklung sehr gut. Das allein reiche heute aber nicht mehr: Neue Geschäftsmodelle, neue Dienstleistungen,neue Nutzungskonzepte - moderne Innovationspolitik müsse ein vielfältiges Ideen-Spektrum adressieren. Die Studie gäbe wertvolle Empfehlungen, wie wir hier noch besser werden können.

Die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erstellte Studie trägt den Titel "Ökonomische und verwaltungstechnische Grundlagen einer möglichen öffentlichen Förderung von nichttechnischen Innovationen". Zuden nicht-technischen Innovationen zählt die Studie u.a. neue Geschäftsmodelle frisch gegründeter und existierender Unternehmen sowie eine Vielzahl an Produkt- und Dienstleistungsinnovationen, wie z.B. Marketing- und Designkonzepte.

Die Autoren ermitteln spezifische Hemmnissebei der Entwicklung nicht-technischer Innovationen. Sie sollen von der Idee zum Markterfolg unterstützen. Neben innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen zählen dazu nach Ansicht der Autoren beispielsweise neue Infrastrukturangebote, Vernetzungsinitiativen und Beratungsleistungen. Die Studie sieht gleichzeitig aber auch relativ große administrative Herausforderungen bei der Umsetzung von Unterstützungsmaßnahmen, da mit der Unterstützung nicht-technischer Innovationen teilweise Neuland betreten werde. Das BMWi wird die Ergebnisse weiteren Detailanalysen unterziehen. Die Nutzung von Erfahrungen aus existierenden Unterstützungsgebieten, etwa der Förderung von Gründungen oder technischen Innovationen, kann dabei helfen, konkrete Umsetzungsmaßnahmen auszuformulieren.

Zur Studie: "Ökonomische und verwaltungstechnische Grundlagen einer möglichen öffentlichen Förderung von nichttechnischen Innovationen"

Zusammenfassung der Studie