Europäisches Durcheinander verunsichert betroffene Unternehmen


Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Meldepflicht für besorgniserregende Stoffe

Ein Lieferant von Erzeugnissen (egal ob Produzent, Importeur oder „nur“ Händler) muss gemäß Artikel 33 der europäischen Chemikalien-Verordnung REACH seine Abnehmer informieren, sofern ein besonders besorgniserregender Stoff (substance of very high concern - SVHC) in einer Konzentration von über 0,1 Massenprozent im Erzeugnis enthalten ist. Die SVHC-Stoffe werden auf der so genannten Kandidatenliste der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) gelistet, die mehrfach im Jahr erweitert wird. Das ist soweit seit Jahren gängige Praxis.

Nun ist im Bemühen um die Förderung der Kreislaufwirtschaft in Europa aber aufgefallen, dass genau diese SVHC-Stoffe in Erzeugnissen nicht nur während deren Lebensdauer ein Problem sein könnten, sondern dass sie möglicherweise auch am Ende der Lebensdauer der Erzeugnisse schädliche Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben könnten, mit entsprechenden negativen Folgen bei der Behandlung und beim Recyceln dieser Abfälle. Hier sollte die Novelle der Abfallrahmenrichtlinie die Lücke schließen.

Doch leider sind die Anforderungen an die Meldung der SVHC-Stoffe nach REACH andere als die an die Meldung der SVHC-Stoffe nach Abfallrahmenrichtlinie - völlig unnötigerweise.

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