EU-Mercosur Freihandelsabkommen vereinbart


Am 28. Juni 2019 einigten sich die EU und Mercosur-Länder (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) auf ein Freihandelsabkommen. 20 Jahre lang wurde verhandelt, nun steht das Abkommen zur Ratifizierung an.

Laut der EU-Kommission können EU-Exporteure Zollabgaben in Höhe von über 4 Milliarden Euro jährlich, ab Inkrafttreten des Freihandelsabkommens, einsparen. Im nächsten Schritt werden nun die EU und die Mercosur-Länder die vereinbarten Vertragstexte (noch nicht veröffentlicht) einer juristischen Überprüfung unterziehen. Anschließend werden die Texte in alle Amtssprachen der EU übersetzt. Es ist damit zu rechnen, dass das Abkommen im nächsten Jahr in Kraft tritt.

Insbesondere werden die nachstehenden Sektoren von Zollreduzierungen oder –befreiungen profitieren:

  • Automobile (aktuell 35 Prozent Zoll)
  • Autoteile (aktuell 14 bis 18 Prozent Zoll)
  • Maschinen (aktuell 14 bis 20 Prozent)
  • Chemikalien (bis zu 18 Prozent)
  • Pharmazeutika (bis zu 14 Prozent)
  • Kleidung und Schuhe (35 Prozent)
  • Schokolade und Süßwaren (20 Prozent)
  • Wein (aktuell 27 Prozent)
  • Spirituosen (aktuell 20 bis 35 Prozent)
  • Milcherzeugnisse (aktuell 28 Prozent).