Einigung im Atomstreit mit dem Iran - Bedeutung der aktuellen Entwicklung für die Geschäftsbeziehungen


Lockerung der Sanktionen

Am 14. Juli einigte sich die Gruppe der E3+3 (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, China, Russland, USA) mit dem Iran in Wien auf eine umfassende Vereinbarung zur Beilegung des mehr als 10 Jahre andauernden Konflikts um das iranische Atomprogramm. Der Iran stimmte einer umfangreichen Kontrolle durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zu, um die zivile Natur seines Nuklearprogramms sicherzustellen. Im Gegenzug werden die internationalen Sanktionen gegen das Land aufgehoben. die Aufhebung der Sanktionen erfolgt jedoch nur nach dem Prinzip "quid pro quo". Der Iran muss in Vorleistung gehen, erst dann werden als Gegenleistung Sanktionen aufgehoben.

 

Mittelfristiger Anstieg deutscher Ausfuhren auf 10 Mrd. Euro realistisch 

Aufgrund des Modernisierungsbedarfes im Iran bestehen laut Einschätzungen des DIHKs große Chancen für deutsche Unternehmen. Konkrete Absatzmärkte ergeben sich in den kommenden Jahren in den Bereichen Fahrzeugbau, Maschinenbau, Energietechnik, Umwelttechnik, Wasser- und Abwassermanagement, Agrarwirtschaft, Baustoffe sowie Gesundheitswirtschaft.

 

Unterstützung der Politik wichtig

Der DIHK fordert eine aktive Unterstützung der Politik, unter anderem durch:

  • die Aufhebung der Finanzsanktionen
  • eine Bestandsschutzklausel für wieder erlaubte Geschäfte, um Planungssicherheit für Unternehmen zu erreichen
  • die Einrichtung einer Hotline zum Iran beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle

Weitergehende Informationen zur » Einigung im Atomstreit und den Auswirkungen für das Iran-Geschäft


Informieren Sie sich bei der Veranstaltung über die Möglichkeiten und Herausforderungen beim Aufbau und der Reaktivierung von Geschäftsbeziehungen im Iran. Erfahrene Unternehmer und Iran-Experten berichten über die aktuelle Situation im Land und geben praktische Tipps für die künftige Gestaltung des Iran-Geschäfts.

Weitere Informationen und Anmeldung » Neustart des Iran-Geschäfts