DIHK veröffentlicht Ergebnisse der Umfrage "Going International 2014|2015"


Das deutsche Ausfuhrgeschäft leidet noch immer unter den Störfaktoren internationaler Krisen und Konflikte. Der Saldo aus „besseren“ und „schlechteren“ Geschäftserwartungen für das Ausland liegt jetzt bei plus sechs Punkte. Im Vorjahr hatte der Wert noch bei 21 Punkten gelegen. Die Wahrnehmung des weltwirtschaftlichen Umfelds fällt für fast alle Weltregionen weniger optimistisch aus als vor einem Jahr. Nur die Erwartungen für Nordamerika verbessern sich weiter.

Die Erwartungen für 2015 sind somit deutlich vorsichtiger als im Vorjahr. Im Vergleich zur aktuellen Lage fallen die Erwartungen für das kommende Jahr allerdings spürbar besser aus.

Hoffnung machen sinkende Energie- und Lebensmittelpreise, die weltweit Konsumspielräume schaffen. Davon dürfte die deutsche Exportwirtschaft ebenso profitieren wie vom günstigen Wechselkurs. Nach einem Exportwachstum von rund drei Prozent in diesem Jahr geht der DIHK daher für 2015 von einem Zuwachs um vier Prozent aus. An die Dynamik vergangener Jahre kann die Exportentwicklung damit jedoch nicht anknüpfen (1992-2013: mehr als fünf Prozent durchschnittliches Wachstum pro Jahr).

In China deutet einiges darauf hin, dass die Importe aus Deutschland von der Wende der Wirtschaftspolitik weit weniger betroffen sein werden als ursprünglich befürchtet. Die deutschen Ausfuhren in das Reich der Mitte dürften in diesem Jahr sogar um rund zehn Prozent zulegen.

Die Erwartungen deutscher Unternehmen an ihre Geschäfte in Osteuropa nehmen einen Absturz wie seit Bestehen dieser Studie (2005) noch für keine Region. Im Vorjahr waren sie mit einem Saldo von 26 Punkten bemerkenswert optimistisch ausgefallen (Welt insgesamt damals: 21 Punkte). Inzwischen liegen die Einschätzungen zu den zukünftigen Ausfuhren in diese Region bei minus 40 Punkte. Ursache dieses Absturzes sind die schwachen Perspektiven der Geschäfte mit Russland und der Ukraine. Das ergibt auch die Sonderauswertung zu den deutschen Exporten nach Russland.
 
Weiterhin ganz oben auf der Wunschliste deutscher Unternehmen im Auslandsgeschäft steht der Abschluss eines transatlantischen Freihandelsabkommens. Die Partnerschaft der EU mit den Vereinigten Staaten wird inzwischen laut IHK-Experten von rund 70 Prozent des auslandsaktiven Mittelstands begrüßt.

Going International 2014|2014

(Quelle: NewsInternational DIHK)