Digitalisierung der Berufsschulen hat für IHK Vorrang


[Offenbach am Main, 8. Mai 2020] Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main fordert mehr und dauerhafte Unterstützung durch das Land für die bestmögliche Digitalisierung von Hessens Schulen.

Students with laptops

Wie unzureichend die aktuelle Situation ist und wie dringend Abhilfe geschaffen werden muss, hat die Corona-Krise besonders verdeutlicht.

Vor einem Jahr unterzeichneten Bund und Länder den DigitalPakt Schule, um eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik voranzutreiben. Hier wurde er mit dem Hessischen Digitalpakt-Schule-Gesetz (HDigSchulG) umgesetzt. Das Gesetz bleibt aus Sicht der IHK weit hinter den Erwartungen der ausbildenden Unternehmen zurück. Außerdem ist die Förderung bis 2024 befristet und beschränkt sich auf Investitionen in Infrastruktur und IT-Ausstattung.

Edwin Heinecke, Vorsitzender des IHK-Expertenrates Bildungspolitik & Fachkräfte, stellt klar: „Digitalisierung verändert alles und darf deshalb – gerade in der Schule – nicht reduziert werden auf die Bereitstellung von Technik. Es braucht neue Konzepte und die Befähigung der Lehrkräfte, die sie umsetzen können. Dann kann die Frage nach der benötigten Technik beantwortet werden. Und angesichts knapper Ressourcen sowie einer besonderen Betroffenheit müssen Berufsschulen Priorität haben.“

Deshalb kann aus Sicht der IHK Offenbach am Main eine dauerhafte Lösung nur vom Land Hessen ausgehen. Sie muss den unverzichtbaren und professionellen IT-Support einschließen. Ihre Finanzierung darf nicht den Schulträgern überlassen werden. Auch wird die derzeit befristete Förderung den aktuellen und künftigen Herausforderungen nicht gerecht.

Die Vollversammlung der IHK Offenbach am Main hat im Positionspapier „Digitalisierung an hessischen Schulen“ die Forderungen für die Zukunftsfähigkeit der Berufsschulen zusammengefasst. Sie finden es auf der Internetseite der IHK Offenbach am Main:
www.offenbach.ihk.de/P131
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