Corona-Krise belastet Innovationsmaßnahmen im Mittelstand


Während zu Beginn der Corona-Krise sowohl bei der Digitalisierung als auch bei der Innovationstätigkeit ein Schub zu beobachten war, verringern sich mittlerweile jedoch die Innovationsaktivitäten im Mittelstand. 25 Prozent der Mittelständler berichten von sinkenden Innovationsmaßnahmen im Zuge der Corona-Krise.

Laut einer Studie der staatlichen Förderbank KfW über die ersten sechs Monate der Corona-Pandemie gaben 10 Prozent der Unternehmen an, ihre Innovationsaktivitäten unter Corona zu steigern. Demgegenüber stehen 25 Prozent der Mittelständler, die ihre Innovationsaktivitäten drosseln. Lediglich 17 Prozent der Unternehmen haben ihre Innovationsaktivitäten unverändert beibehalten.

Bei der Digitalisierung sieht es etwas anders aus: Fast jeder vierte Mittelständler berichtet von gesteigerten Digitalisierungsmaßnahmen. 14 Prozent haben ihre Aktivitäten verringert und über ein Drittel der Mittelständler führt unverändert keine Digitalisierungsaktivitäten durch. Dabei ist zu beobachten, dass mit zunehmender Unternehmensgröße die Anteile an Unternehmen wachsen, die ihre Aktivitäten beibehalten oder sogar steigern.  

Insgesamt zeigt sich, dass mittelständische Unternehmen ihre Innovationsaktivitäten überwiegend zurückgefahren haben, während sich für die Digitalisierungsaktivitäten zumindest im Saldo ein positiver Trend abzeichnet. Ursache für die unterschiedliche Entwicklung dürfte laut KfW sein, dass die Corona-Pandemie die Finanzierung entsprechender Maßnahmen einerseits erschwert, andererseits aber die Entwicklungen rund um Lockdown, Kontaktbeschränkungen etc. vor allem die Durchführung von Digitalisierungsmaßnahmen notwendig gemacht haben.  Besonders Unternehmen mit Umsatzeinbußen haben ihre Innovations- und Digitalisierungsanstrengungen häufiger zurückgefahren.

Die vollständige Studie von KfW-Research finden Sie hier.

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