Chancen für einen Straßenbahnring untersuchen


[Offenbach am Main, 17. April 2019] Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) Offenbach am Main und Frankfurt am Main sehen in der aktuellen politischen Diskussion über die Verlängerung der Straßenbahnlinie 16 von Oberrad über das Offenbacher Stadtgebiet bis nach Fechenheim eine Chance.

Frank Achenbach, Geschäftsführer der IHK Offenbach am Main, betont: „Aktuell diskutieren viele Akteure in der Region über einen Schienenring rund um Frankfurt. Eine einzige Tangentialverbindung wird jedoch nicht ausreichen, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Perspektivisch wird die Region mehrere Tangentialverbindungen brauchen. Die Straßenbahn zwischen Oberrad, Offenbach und Fechenheim kann dabei der innerste Ring sein, der die S-Bahn und die Straßen in diesem Bereich entlastet.“ Für Offenbach ist die Verbindung aus verschiedenen Gründen interessant: Seine Attraktivität soll mit dem „Zukunftskonzept für die Innenstadt“, das Stadt und Wirtschaft aktuell erarbeiten, erheblich zunehmen. Die Straßenbahn würde das Einzugsgebiet für die City erweitern und auch der neue, boomende Stadtteil im Hafen könnte von der Anbindung profitieren.
Dr. Alexander Theiss, Geschäftsführer der IHK Frankfurt, hebt hervor: „Auch für die Frankfurter Stadtteile Fechenheim und Oberrad wäre eine verbesserte Anbindung aufwertend. Sie erweitert die Optionen für Pendler und entlastet das bestehende Netz. Eine leistungsfähige Straßenbahn zwischen Frankfurt und Offenbach wird die Attraktivität des ÖPNV deutlich erhöhen und kann für viele Verbindungen eine echte Alternative zum Auto sein.“
Aus Sicht der beiden IHKs ist es nun wichtig das Projekt weiter zu konkretisieren. Achenbach unterstreicht: „Aktuell ist die Verlängerung der Linie 16 noch eine Idee. In einer Machbarkeitsstudie muss geprüft werden, ob sie baulich und wirtschaftlich realisierbar ist.“ Sein Appell an die Politik lautet: „Wenn sich die Idee als tragfähig erweist, sollten alle Beteiligten das Projekt engagiert in Angriff nehmen.“
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