90 Vertreter von IHK-Mitgliedsunternehmen treten an


[Offenbach am Main, 11. Dezember 2018] 90 Vertreter von Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main kandidieren für die Wahl zur IHK-Vollversammlung im Januar 2019. „36 davon kandidieren zum ersten Mal“, erklärte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller am Dienstag, 11. Dezember 2018 in Offenbach .

Das sei ein gutes Zeichen für eine lebendige Wirtschaftsdemokratie und eine engagierte Interessensvertretung der regionalen Wirtschaft.

„Unsere Mitgliedsunternehmen in Stadt und Kreis Offenbach wählen vom 17. Januar bis 19. Februar 2019 die 57 Mitglieder ihrer Vollversammlung. Diese vertreten in den folgenden fünf Jahren die Interessen aller Branchen im IHK-Bezirk“, so die IHKPräsidentin weiter.

Mit dem Wahl-Motto „#GemeinsamEntscheiden“ bringe man zum Ausdruck: „Wir tragen gemeinsam die Verantwortung für die Gestaltung unserer Standorte und wir entscheiden über die anstehenden Fragen in unserer IHK-Vollversammlung.“

Die Wähler hätten das Recht und die Möglichkeit, die Personen zu bestimmen, die in den kommenden Jahren über ihre Belange in der IHK entscheiden werden. „Das funktioniert seit Jahrzehnten gut. Die IHK ist ein bewährter Faktor für die Sicherung des Wirtschaftsstandorts. Sie ist die Umsetzung des Anspruchs von Demokratie im Bereich der Wirtschaft. In ihr haben nur die Unternehmerinnen und Unternehmer das Sagen“, ergänzte Schoder Steinmüller.

Von den 90 Kandidaten seien 15 Frauen. Bei der letzten Wahl 2014 seien von insgesamt 98 Kandidaten 18 Frauen gewesen. 27 Kandidaten stammten aus der Stadt Offenbach. Die 13 Kommunen im Kreis Offenbach seien mit mindestens je einem Kandidaten vertreten. Der Altersdurchschnitt liege bei 52 Jahren.

Schoder-Steinmüller: „Jedes IHK-Mitglied hat, unabhängig von Firmengröße und Rechtsform, eine Stimme. Erstmals ist neben der Briefwahl auch eine Online-Wahl möglich. Die Kandidaten treten je nach Branchenzugehörigkeit in 13 unterschiedlich großen Wahlgruppen an. Damit stellen wir sicher, dass die Wirtschaftsstruktur unseres IHK-Bezirks angemessen in der Sitzverteilung der IHK-Vollversammlung abgebildet wird und möglichst alle Wirtschaftszweige in den Entscheidungen berücksichtigt werden.“
Die IHK-Vollversammlung bestimmt auf Basis der IHK-Satzung die Richtlinien der IHK-Arbeit. Sie ist für das Budget zuständig. Und Sie beschließt die wirtschaftspolitischen Positionen der IHK.

„So konnten wir beispielsweise mit unserem IHK-Positionspapier ,Selbstständige Berufsschulen‘ Impulse in die Politik senden. Denn es geht um deren Zukunftsfähigkeit. Das heißt, um Qualität, Flexibilität und neue didaktische Konzepte im Rahmen der Digitalisierung. In diesen Kontext gehört ebenso, die Attraktivität der Berufsschulen als weiteren Lernort neben den Unternehmen zu verbessern“, nennt die IHK-Präsidentin als ein Beispiel.

Die Wahlunterlagen werden ab 17. Januar 2019 versendet, die Wahl endet am 19. Februar um 12:00 Uhr. Die neue IHK-Vollversammlung tritt erstmals am 9. April 2019 zusammen. Die Liste der Kandidaten und alle weiteren Informationen zur IHK-Wahl sind auf der IHK-Webseite unter www.ihk-wahlen.de oder in der aktuellen Ausgabe unserer IHK-Zeitschrift zu finden.

Schoder-Steinmüller: „Mit der neu gewählten Vollversammlung und dem neu zu wählenden Präsidium werden wir unsere Ziele für die Zeit bis 2024 erarbeiten.“

Die Zahl der Mitgliedsbetriebe – und damit der Wahlberechtigten – sei gegenüber dem Vorjahr weiter zurückgegangen. „Zum Stichtag 4. Dezember 2018 liegt die Gesamt-Mitgliederzahl aktuell bei 37.176. Zum Jahresbeginn waren es 38.874 Unternehmen. Ein Rückgang um 1.698. Dies liegt allerdings weniger an der Konjunktur, sondern vielmehr an der Bereinigung unseres Datenmaterials im Zuge der Vorbereitungen zur IHK-Vollversammlungswahl und auch bei den Gewerbeämtern. Bei den im Handelsregister eingetragenen Unternehmen haben wir sogar einen Zuwachs um 243 Unternehmen auf insgesamt 10.966 verzeichnet“, verdeutlicht Schoder-Steinmüller.
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