110 Fachleute halfen 500 Schülern bei der Berufsorientierung


[Offenbach am Main, 14. November 2018] Rund 500 Schüler kamen am 13. November 2018 zur Berufsinformation der Rotary Clubs Dreieich-Neu-Isenburg, Offenbach-Stadt, Offenbach-Dreieich, Offenbach-Einhard, Rodgau und Rotaract Offenbach in die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main. 110 Profis aus unterschiedlichsten Branchen standen bereit, um ihnen Auskunft über ihre Berufe und Ausbildungswege zu geben.

Jens Hachmeister (r.) von der Deutsche Börse Group stand als einer von 110 Fachleuten Schülern Rede und Antwort

IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner wies in seiner Begrüßung darauf hin, „dass das Thema Fachkräftesicherung eines der drängendsten Themen der Wirtschaft ist. Dies belegt die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage, in der die Unternehmen aus der Region Offenbach die mangelnde Verfügbarkeit von Fachkräften als größtes Risiko für sich sehen. Der Engpass spitzt sich immer weiter zu. 44 Prozent der Unternehmen können offene Stellen längerfristig nicht besetzen. 22 Prozent suchen erfolglos nach Arbeitskräften ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Jeweils 43 Prozent suchen vergeblich nach Personen mit dualer Berufsausbildung oder einem Fachwirt/Meister. Gleichzeitig werden 2025 laut IHK-Fachkräftemonitor in der Region Offenbach 8.600 Fachkräfte fehlen, allein 7.000 mit einer beruflichen Ausbildung.“

Abiturienten sollten eine betriebliche Ausbildung bei der Berufswahl in Erwägung ziehen, denn die Karriere- und Verdienstmöglichkeiten seien oft gleich, teilweise sogar besser als mit einem Studium. Es gebe spannende KombiModelle, die berufliche Aus- und Weiterbildung verbänden, wie zum Beispiel die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und die Weiterbildung zum Fachwirt. Gleichzeitig sei es wichtig, dass diejenigen, die sich für ein Studium entscheiden, sich richtig informieren, damit der passende Studiengang gefunden wird und Studienabbrüche vermieden werden.
„Die berufliche Orientierung in den Gymnasien muss ausgebaut und vor allem das Thema Berufsausbildung in den Blick genommen werden“, forderte daher Weinbrenner.
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