BIDs / INGE

Business Improvement Districts (BIDs) / INGE

In Hessen gibt es seit dem 21.12.2005 mit dem Gesetz zur Stärkung innerstädtischer Geschäftsquartiere (INGE) eine rechtliche Grundlage für die Gründung von Innovationsbereichen auf Basis der Idee der Business Improvement Districts (BIDs). In solchen BID-Initiativen finden sich Hauseigentümer und weitere Akteure zusammen mit dem Ziel der Aufwertung ihres Quartiers oder ihres Straßenzugs. Mögliche Projekte in solchen BIDs gehen von einem verbesserten Marketing bis hin zu baulichen Maßnahmen im öffentlichen Raum. Das Besondere an BIDs ist, dass nach einem demokratischen Votum alle Nutznießer an der Finanzierung von Maßnahmen beteiligt werden. Sogenannte Trittbrettfahrer haben keine Chance.

Die Initiative zur Gründung eines sogenannten Innovationsbereichs geht von den Hauseigentümern und Gewerbetreibenden im Quartier aus. Eine Gruppe von aktiven Personen entwickelt ein Konzept zur Aufwertung ihres Quartiers und stellt bei der Stadt einen Antrag für die Gründung eines Innovationsbereichs. Dann haben die Hauseigentümer im Gebiet die Möglichkeit über einen Maßnahmen- und Finanzierungsplan abzustimmen. Sollten sich nicht mehr als ein Viertel der Eigentümer gegen das Konzept aussprechen, werden die Ideen umgesetzt. Somit kann das umgesetzt werden was die große Mehrheit will und das wird dann von allen finanziert.

Im Vergleich zu den bereits bestehenden Werbegemeinschaften und Gewerbevereinen werden solche BID-Innovationsbereiche in der Regel eher langfristig ausgerichtete Projekte verfolgen, wie z.B. den Umbau eines Straßenzugs oder ein besonderes Beleuchtungskonzept. Das INGE-Gesetz lässt aber auch Raum für andere Ideen wie z.B. ein Leerstandmanagement oder auch Veranstaltungen und Werbemaßnahmen.

In der Stadt Offenbach startete am 1.01.2011 offiziell ein BID-Projekt in der Innenstadt. Unter der Marke „Karree Offenbach“ werden verschiedene Maßnahmen zur Aufwertung der Offenbacher Innenstadt ergriffen. Diese reichen von der Stadtgestaltung, z.B. durch Licht, über Marketing und Veranstaltungen bis hin zu Anliegerservices.

Die IHK Offenbach begleitet die Umsetzung des INGE-Gesetzes als Federführer Raumordnung / Stadtentwicklung der Arbeitsgemeinschaft der hessischen IHKs auf Landesebene intensiv und steht als Ansprechpartner für mögliche Initiativen zur Verfügung.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) informiert mit einem BID-Newsletter über Erfolge der BID-Idee in Deutschland und zeigt neue Entwicklungen auf. Hinzu kommen Kurzinfos und Veranstaltungshinweise. Der Newsletter erscheint 3- bis 4-mal im Jahr.

Unter dem Dach "Nachhaltige Stadtentwicklung in Hessen" wurde ein Instrumentenkasten mit Informationen zu verschiedenen Aspekten der Stadtentwicklung erstellt. Nachstehend finden Sie einen Leitfaden mit Tipps und Hilfestellungen zu BIDs und INGE.

5. BID-Kongress in Offenbach am Main

Foto: Bernd Georg

Rund 120 Teilnehmer aus dem In- und Ausland informierten sich über BIDs von Flensburg bis nach Offenbach sowie internationale Beispiele aus New York, London, den Niederlanden und Schottland. Der BID-Award 2013 ging an die Bremer Sögestraße. Den zweiten Platz belegte das BID „Das Viertel“ in Bremen und Platz 3 ging an das Hamburger BID Neuer Wall II.

Karree Offenbach: bestes BID Deutschlands 2012

Entgegennahme des BID Award, von links: Frank Achenbach, Christiana Baudach, Roland Nowak Foto: Frank Achenbach

Bundesweite Auszeichnung für die Innenstadtinitiative

Nach Flensburg, Gießen und Saarbrücken-Burbach geht der vierte BID-Award nun nach Offenbach. Christiana Baudach, Frank Achenbach und Roland Nowak nahmen als Vertreter der Innenstadtinitiative Karree Offenbach diese Auszeichnung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) im Rahmen des BID-Kongresses 2012 in Saarbrücken entgegen. Mit dem Award ehrt der DIHK alljährlich BID-Projekte - BID ist die Kurzform für Busi­ness Improvement District - als erfolgreiche Initiativen zur Attraktivitäts­steigerung und Stärkung von Innenstädten.

Unter sieben Bewerbern aus ganz Deutschland hat Karree Offenbach in mehreren Kategorien gepunktet. Sehr hoch bewertete die Fachjury aus Vertretern des DIHK die Entwicklung der Marke „Karree Offenbach“, gepaart mit sehr unterschiedlichen Maßnahmen. Es werden immer wieder neue Ideen gesucht und gefunden, um in die Innenstadt einzuladen: Familien und Kinder zur Legobaustelle, Junge und Alte zu Lesungen an ungewöhnlichen Orten, zum Stadtquiz oder zur Veranstaltungsreihe „Immer wieder samstags“. Ob das Magazin Best OF, der stets aktuelle Internetauftritt oder auch die enge Verzahnung von Karree Offenbach mit dem Städtebauförderungs­programm „Aktive Innenstadt“ – dies alles waren Gründe genug, Karree Offenbach als bestes BID des Jahres auszuzeichnen. 

Ansprechpartner

 Frank Achenbach

Frank Achenbach

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achenbach@offenbach.ihk.de Meine Kompetenzen sind

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Ansprechpartner

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Stadtentwicklung, Raumordnung, gewerbliche Mietpreise, Vereinbarkeit von Beruf und Familie

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