Qualitätsmanagement

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Die Qualität von Produkten und Dienstleistungen ist ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor. Soll diese Qualität dauerhaft sein, ist die Organisation von Arbeitsabläufen und Verantwortlichkeit entscheidend, unabhängig von dem hergestellten Produkt. Denn nur mit stabilen und validen Prozessen lässt sich die Produktivität und damit die Wirtschaftlichkeit erhöhen. Damit ergeben sich betriebswirtschaftliche Potenziale, deren Ausschöpfung zur Realisierung eines Kostenvorteils gegenüber den Wettbewerbern führt. Die getroffenen betrieblichen Regelungen werden im Qualitätsmanagementsystem zusammengefasst.

Die Empfehlungen für den Aufbau und die Umsetzung von Qualitätsmanagementsystemen (QMS) sind vielfältig. Je nachdem, in welchem geschäftlichen Umfeld man sich bewegt, sind sie in Modellen (EFQM, MBNQA, Deming-Prize, etc.), in Leitfäden oder in internationalen Normen wie ISO 9000:2000 ff und ISO/TS 16949 beschrieben.

Die internationale Normenreihe DIN EN ISO 9000 ff. hat sich mittlerweile als universell einsetzbares, produktunabhängiges Modell zum Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen etabliert.

Neben den Qualitätsmanagementsystemen gibt es weitere Systeme, die auch die Bereiche Umwelt, Arbeitsschutz und/oder das Sicherheitsmanagement integrieren. Zu diesen Systemen zählen beispielsweise die DIN EN ISO 14001, das europäische Umweltmanagementsystem EMAS oder das im Rahmen der Umweltallianz Hessen entstandene Kleinbetriebsmanagementsystem EcoStep.

Über staatliche Fördermöglichkeiten bei der Einführung eines QM-Systems informiert Sie das RKW Hessen.

EcoStep - Der erste Schritt zum Managementsystem

EcoStep ist ein integriertes Managementsystem, das besonders auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelgroßen Unternehmen zugeschnitten wurde. Es bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen aller Branchen den Anreiz, mit überschaubaren Aufwand - finanziell wie auch personell - die wichtigsten Grundzüge moderner Managementsysteme betriebsbezogen einzuführen und damit den kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu beginnen.

EcoStep wurde unter dem Dach der Umweltallianz Hessen gemeinsam mit dem Hessischen Umweltministerium, den Hessischen Industrie- und Handelskammern und der Wirtschaft entwickelt.

EcoStep enthält als integriertes Managementsystem die Kernforderungen der internationalen Normen ISO 9001 für das Qualitätsmanagement, ISO 14001 für das Umweltmanagement und die BS OHSAS 18001 für den Arbeitsschutz. Durch den modularen Aufbau ist EcoStep der ideale Einstieg in eine spätere Zertifizierung nach den ISO-Standards. Zudem wird die Einführung von EcoStep derzeit noch staatlich gefördert.

Weitere Informationen gibt es im Internet oder bei der EcoStep-Geschäftsstelle.

EMAS - Das europäische Umweltmanagementsystem

Das Gemeinschaftssystem für das freiwillige Umwelt-Management und die Umweltbetriebsprüfung (Eco-Management and Audit Scheme, abgekürzt mit EMAS) ist ein von der Europäischen Gemeinschaft entwickeltes Instrument für Unternehmen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Rechtsgrundlage ist die EU-Verordnung Nr. 761/2001. Der Aufbau des Umweltmanagementsystems und die Abläufe bei EMAS entsprechen seit 2001 dem internationalen Standard ISO 14001.

EMAS geht jedoch über ein reines Managementsystem hinaus: Es ist leistungsorientiert in dem Sinne, dass sich der Betrieb über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus verbessern soll!

Bei EMAS sind in den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung die Beschäftigten einzubeziehen. Dies soll der Identifizierung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit den Umweltschutzinteressen des Unternehmens dienen und dafür sorgen, dass Umweltmanagement auch tatsächlich gelebt wird und nicht in Form ungelesener Handbücher im Schrank verstaubt.

Der Betrieb ist verpflichtet eine Umwelterklärung zu erstellen, in der er die umweltrelevanten Tätigkeiten und die Daten zur Umwelt, wie Ressourcenverbräuche, Energieverbräuche, Emission, Abfälle etc. genau darstellt. EMAS-Teilnehmer informieren interessierte Gruppen mit dieser Umwelterklärung über die eigenen Tätigkeiten und Ziele.

Bei EMAS ist eine erste eigene Untersuchung, die Umweltprüfung, und nachfolgend eine wiederkehrende Umweltbetriebsprüfung durchzuführen. Die internen Dokumente sowie die Umwelterklärung werden von einem unabhängigen, staatlich zugelassenen Umweltgutachter beurteilt. Die Erklärung wird bei positiver Prüfung für gültig erklärt (validiert).

Der Umweltgutachter achtet nicht allein auf die Einhaltung der formellen Regeln, sondern vielmehr auch auf die echte Umweltleistung der Organisation. Hält sie alle relevanten Umweltrechtsvorschriften ein und erreicht sie die selbst gesteckten Ziele? Die Umweltbetriebsprüfung ist regelmäßig, spätestens alle drei Jahre zu wiederholen.

Nach der Validierung wird der Teilnehmer in ein öffentliches Register eingetragen und erhält eine europaweit einmalige Registrierungsnummer. Im Registrierungsverfahren werden alle zuständigen Umweltbehörden beteiligt, um sicherzustellen, dass keine Umweltverstöße vorliegen.

Die Registrierung berechtigt, das EMAS-Logo zu benutzen, das ausschließlich den EMAS-Teilnehmern vorbehalten ist.

Die Qualität von EMAS wird von den Mitgliedstaaten der EU überwacht. Für die Qualitätssicherung in Deutschland ist der Umweltgutachterausschuss zuständig.

Umweltgutachter werden nach öffentlichem Recht zugelassen und unterliegen einer staatlichen Aufsicht über ihre Tätigkeit. Mit diesen Aufgaben ist die Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH (DAU) betraut.

Ansprechpartner

 Peter Sülzen

Peter Sülzen

Referent

+ 49 69 8207–244

suelzen@offenbach.ihk.de Meine Kompetenzen sind

Umweltrecht, Energie, Nachhaltigkeit, Arbeitsschutz, Normen/Zertifikate, Produktanforderungen, Gesundheitswirtschaft, Gefahrgut

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Logo EMAS

Recherchemöglichkeit

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Nutzen Sie dafür das EMAS-Register online im Internet.