Fachkräfte

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Was tut die Politik für den Hochschulstandort?
Die Landtagswahlen in Hessen stehen vor der Tür. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main und die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) nehmen dieses Ereignis zum Anlass, der Politik ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Im Fokus steht das Thema Hochschulpolitik. Unter dem Titel „Fachkräfte und Innovation für Hessen – was tut die Politik für den Hochschulstandort?“ findet am Freitag, 28. Juni, um 10 Uhr im Großen Saal der IHK Darmstadt eine Podiumsdiskussion statt. Die Veranstaltung moderiert Alexander Schmitt vom Hessischen Rundfunk.
Unternehmen brauchen eine leistungsstarke und vielfältige Hochschullandschaft. Hochschulen bilden nicht nur den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs aus, sie sind auch wertvolle Impulsgeber und Forschungspartner für Betriebe. Was sind aus Sicht der Parteien die Schlüsselelemente der Hochschulpolitik und wo gibt es Überschneidungen zu den Positionen der hessischen Wirtschaft?
Diese Fragen werden die hochschulpolitischen Sprecher von FDP (Dr. Matthias Büger, MdL), SPD (Gernot Grumbach, MdL), Bündnis 90/Die Grünen (Daniel May, MdL) und der CDU (Dr. Rolf Müller, MdL) auf dem Podium im Anschluss an einen Impulsvortrag des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft diskutieren. Auf dem Programm stehen in diesem Zusammenhang Themen wie die Hochschulreform, Duales Studium sowie Wirtschaft und Hochschule. Anschließend werden Fragen aus dem Publikum beantwortet. Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten.
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Deutschlands Bevölkerung schrumpft und altert. Als Folge davon zeichnet sich zunehmend ein Mangel an Fachkräften ab. Vorhandene Potenziale besser zu nutzen, muss eine Reaktion sein. Die Zuwanderung von Nicht-EU-Angehörigen ist eine weitere Option.
Nicht nur die aktuellen Konjunkturumfragen machen deutlich, dass zur Festigung der positiven wirtschaftlichen Entwicklung gut qualifizierte Fachkräfte dringend benötigt werden. Der Fachkräftemonitor der Industrie- und Handelskammern, der Daten der Arbeitsagenturen, Schulen und des Statistischen Landesamtes zusammen führt, prognostiziert allerdings, dass in Hessen bis 2030 ein Mangel an Fachkräften in der Größenordnung von rund 11.000 Akademikern und 251.000 nicht-akademisch ausgebildeten Fachkräften droht. Für den Bezirk der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main bedeutet dies 1.200 fehlende Akademiker und 20.000 fehlende nicht akademische Fachkräfte in den kommenden 17 Jahren.
Die Vollversammlung der IHK Offenbach hat diese Positionen in ihrer Sitzung am 16. März 2011 beschlossen. In dem Positionspapier "Fachkräfte für die Region" zeigt die IHK Offenbach am Main Möglichkeiten auf, den zukünftigen Fachkräftebedarf der Unternehmen sicherzustellen.
Fachkräfte für Ihr Unternehmen –
Kooperationsvereinbarung mit der Autonomen Gemeinschaft Madrid
Der zunehmende Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte erhöht die Anforderungen an die Personalrekrutierung. Im Einzelfall kann es erforderlich sein, die Rekrutierungswege zu erweitern und auch im Ausland nach Personal zu suchen.
Die „Gemeinsame Erklärung über die Förderung der Mobilität von Fachkräften zwischen der Autonomen Gemeinschaft Madrid und dem Land Hessen“ unterstützt hessische Unternehmen bei der Gewinnung geeigneter Fachkräfte. Partner dieser Kooperationsvereinbarung sind verschiedene Hessische und Madrider Ministerien, u. a. das Hessische Wirtschafts-ministerium, sowie die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit und die Ingenieurkammer Hessen.
Wie können Sie als Unternehmen davon profitieren?
Die spanischen Hochschulausbildungen, insbesondere im Ingenieurbereich, haben ein hohes Niveau. Da es kein duales Ausbildungssystem wie in Deutschland gibt, werden sich auf Stellen, die in Deutschland keinen Hochschulabschluss voraussetzen (z. B. Techniker, Fachkraft), häufig Hochschulabsolventen mit gutem theoretischem Wissen bewerben. Sowohl diese, also auch die Absolventen einer Berufsausbildung haben dennoch praktische Kenntnisse, entweder aufgrund erster Berufserfahrungen, oder – in letzterem Fall – aufgrund des praktischen Teils der Ausbildung, der auch in Spanien vorhanden ist, aber dennoch nicht einer dualen Ausbildung entspricht.