IHK-Flüchtlingsprojekt erregt internationales Interesse


[Offenbach am Main, 11. Oktober 2017] Vom 9. bis 13. Oktober 2017 veranstaltet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main gemeinsam mit der Pittler Pro Region Berufsausbildung GmbH und der Schoder GmbH, beide in Langen, zum dritten Mal ein Berufsorientierungscamp für junge geflüchtete Menschen. 32 Teilnehmer, zwischen 16 und 38 Jahre alt, testeten in der Woche ihre Fähigkeiten im technischen Bereich.

Richard Evenz (2.v.r.) von der Pittler Pro Region GmbH erklärte Sadaf Saidi (r.) aus Afghanistan die Aufgaben an der Station „Mit Druckluft bewegen“.

IHK-Referentin Jana Maria Kühnl erklärt: „Auf das Ausprobieren in verschiedenen Fertigkeiten bei Pittler folgt ein Unternehmensbesuch bei der Schoder GmbH. Dort können die Jugendlichen Metallverarbeitung aus nächster Nähe kennenlernen. Das Berufsorientierungscamp dient vor allem dazu, den jungen Menschen die technische Ausbildung näher zu bringen. Die Teilnehmer konnten Fähigkeiten erfahren und erlernen, die später überwiegend in der technischen Ausbildung, beispielsweise zum Industriemechaniker, Elektroniker oder Mechatroniker, gebraucht werden.“

An acht Stationen betreuten Auszubildende und Ausbilder von Pittler Pro Region die Teilnehmer, die darüber hinaus Einblicke in die Werkstatt und die tägliche Arbeit bekamen. „Es macht einen riesen Unterschied, ob ich im Rahmen einer Ausbildungssprechstunde verschiedene Berufe vorstelle oder ob die Menschen selbst ausprobieren können, was zum Beispiel ein Industriemechaniker macht. Wie sagt man so schön: Probieren geht über Studieren“, meint Kühnl.

Das dritte Berufsorientierungscamp stößt erstmals auch auf internationales Interesse. „Diesmal besuchte eine internationale Delegation aus dem Kosovo das Projekt. Die Delegation, Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) der Fachstudienreise Kosovo, hatte ursprünglich einen Besuch in der IHK mit einem Fachvortrag zum Thema Ausbildung geplant. Als sie erfuhren, dass wir das Berufsorientierungscamp bei Pittler veranstalten, haben sie kurzfristig umgeplant. Der Empfang der Delegation hat am 10. Oktober bei Pittler, mit Fachvortrag und anschließender Besichtigung des Berufsorientierungscamps, stattgefunden“, so Kühnl.

Jeder der Teilnehmer geht mit einem Zertifikat nach Hause, in dem seine Fähigkeiten und Deutschkenntnisse vermerkt wurden. „Jetzt ist es unser Ziel, nach der Wahl des Ausbildungsberufes, gemeinsam einen Ausbildungsplatz zu finden“, erklärt Kühnl.

Informationen zum IHK-Projekt „Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung“: Jana Maria Kühnl, Telefon (069) 8207-341, E-Mail kuehnl@offenbach.ihk.de, Internet www.ihkof.de/fluechtlinge
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