Geflüchteten mittelfristig eine Ausbildung ermöglichen


[Offenbach am Main, 31. August 2017] Am 31. August 2017 kamen die Beteiligten des neuen Projekts EQ&S (Einstiegsqualifizierung und Sprache) für Flüchtlinge, das am 1. September 2017 offiziell startet, in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main vorab zusammen.

Flüchtlinge, Unternehmen und Verantwortliche des Projekts EQ&S trafen sich für letzte Details in der IHK Offenbach am Main

IHK-Projektleiterin Jana Maria Kühnl erklärte: „EQ&S ist ein Gemeinschaftsprojekt der IHK Offenbach am Main, des Starthauses Offenbach, der Arbeitsagentur, den Jobcentern von Stadt und Kreis Offenbach und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF).“ Idee hinter diesem Projekt sei es, geflüchteten Menschen mittelfristig eine Ausbildung zu ermöglichen. „Schnell haben wir festgestellt, dass viele junge Geflüchtete hoch motiviert sind, aber das B1-Sprachniveau, mit welchem die Meisten den Integrationskurs beenden, sowie auch teilweise fachliches Grundwissen, noch nicht für eine Ausbildung ausreichen. Dennoch möchten wir den jungen Menschen einen möglichst frühen Einstieg in ihren Wunschberuf bieten.“, so Kühnl weiter.

Als geeignetes Einstiegsinstrument habe sich die Einstiegsqualifizierung bewährt. „Um Sprachbarrieren zu überbrücken und fachliche Lücken zu schließen, wird im Projekt EQ&S die klassische Einstiegsqualifizierung um speziell entwickelten Sprach- und Fachunterricht an zwei Tagen die Woche ergänzt“, verdeutlichte die IHK-Referentin.

Der jeweilige Betrieb schließe mit dem Bewerber einen klassischen EQ-Vertrag ab. Dieser sei um den Zusatz der Teilnahme am Projekt EQ&S ergänzt. Montags, dienstags und mittwochs seien die Teilnehmer in den Unternehmen, donnerstags und freitags gingen sie zum Unterricht ins Starthaus Offenbach. Das Projekt laufe zwölf Monate. Danach sei eine Übernahme in eine reguläre Ausbildung angestrebt. Begleitender Deutschunterricht sei auch für die Zeit der Ausbildung in Planung. Bei der Vermittlung der Teilnehmer, bei bürokratischen Problemen und bei allen auftretenden Fragen unterstütze die IHK die teilnehmenden Unternehmen.

Kühnl: „Wir haben bis jetzt 16 Plätze besetzt. Vier Plätze sind noch frei und können in den nächsten Wochen noch vergeben werden. Hierfür suchen wir auch noch Unternehmen.“

Neben der IHK Offenbach am Main selbst, sind folgende Unternehmen zum Start dabei: Haare Peter Hartmann GmbH, Offenbach, Schoder GmbH, Langen,  Michel Herbelin GmbH, Obertshausen, Marucci Markisen GmbH, Neu-Isenburg, DRK Seniorenzentrum, Offenbach, DM-Drogerie Markt, Obertshausen, Manroland Sheetfed, Offenbach, Bioladen Haller, Rodgau, Gefinal Blech- und Stahlbau GmbH, Seligenstadt, Peek & Cloppenburg, Neu-Isenburg, Impress GmbH, Dreieich, Verein für technische Berufsausbildung Offenbach VTBO e. V. sowie die WISAG Gebäudereinigung Hessen Süd GmbH & Co. KG, Neu-Isenburg.
Die teilnehmenden Flüchtlinge kommen aus verschiedenen Ländern.
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