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 Brigitte Lampa

Brigitte Lampa

Außenhandelswirtin

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Außenwirtschafts- und Zollrecht, Export, Import, EU-Warenverkehr, Bescheinigungen und Dokumente, IHK-Zollkreis Südhessen, Messeförderung, IHK-Messekreis Südhessen

Europäische Kommission veröffentlicht Bericht über Handels- und Investitionshindernisse 2017


Europäische Kommission veröffentlicht siebte Auflage des Berichts über Handels- und Investitionshindernisse. 36 neue Hindernisse wurden 2016 erfasst.

Weltweit macht der Protektionismus den international tätigen Unternehmen zu schaffen. In diesem schwierigen Umfeld schlagen sich deutsche Unternehmen derzeit noch gut. Exporterfolge und internationaler Handel sind jedoch keine Selbstläufer. Was für vielfältige Formen protektionistische Maßnahmen annehmen können, zeigen eine Reihe aktueller Berichte von EU-Kommission oder Welthandelsorganisation (WTO). Diese bestätigen langjährige Befunde zu zunehmenden Hemmnissen im Welthandel, die der DIHK etwa in seiner aktuellen Going-International-Umfrage 2017 darlegt. So informiert der EU-Protektio- nismusbericht 2017, der sich auf Beschwerden von Unternehmen aus der EU stützt, dass europäische Unternehmen allein im letzten Jahr mit 36 neuen Handelshemmnissen in Drittstaaten konfrontiert waren. Sie betrafen nach Schätzungen Exporte von bis zu 27,2 Milliarden Euro. Die EU-Untersuchung macht deutlich, dass die Top10 der Protektionismus-Förderer sich durchweg um G20-Länder handelt – angeführt von Russland, Brasilien, China und Indien. Auch bei den 36 im letzten Jahr neu eingeführten Hindernissen rangiert Russland auf dem ersten Platz, es folgen China und die Schweiz.

Der Bericht gibt des Weiteren einen Überblick über Aktivitäten der EU-Kommission zur Bewältigung der bestehenden Handels- und Investitionshindernisse in der Welthandels- organisation, den Verhandlungen zu bilateralen Freihandelsabkommen und im Rahmen einer verstärkten Marktzugangspartnerschaft. So hätten 2016 20 Handelshemmnisse vollständig oder teilweise beseitigt werden können, mit Auswirkungen auf EU-Exporte von schätzungsweise bis zu 4,2 Milliarden Euro.