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 Brigitte Lampa

Brigitte Lampa

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Außenwirtschafts- und Zollrecht, Export, Import, EU-Warenverkehr, Bescheinigungen und Dokumente, IHK-Zollkreis Südhessen, Messeförderung, IHK-Messekreis Südhessen

DIHK-Außenwirtschaftsreport 2017


IHK-Beratungen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht auf Rekordhoch

Der Trend zu mehr Protektionismus im internationalen Handel nimmt zu; deutsche Unternehmen sehen sich mit immer mehr Regulierungen und Hemmnissen konfrontiert. Das zeigt der im Oktober 2017 veröffentlichte Außenwirtschaftsreport des DIHK, dem zufolge die IHKs 2016 im Bereich Zoll- und Außenwirtschaftsrecht die Rekordzahl von über 410.000 Beratungen geleistet haben.

Der anstehende Brexit, das Handling einer steigenden Zahl von Sanktionsvorschriften, neue Markteinstiegshürden gerade in Schwellenländern und auch die Umsetzung des neuen EU-Zollrechts: Unternehmen bewegen sich bei ihren europäischen und internationalen Geschäften in einem immer komplexeren Umfeld.

Mit seinem Außenwirtschaftsreport legt der DIHK seit 2009 regelmäßig eine Einschätzung der IHK-Organisation zum außenwirtschaftlichen Umfeld und zu Handelsbeschränkungen vor. Grundlage für den Report sind die Erfahrungsberichte der Außenwirtschaftsexperten in den 79 IHKs mit jährlich über 570.000 Kontakten zu international agierenden Unternehmen.

Der aktuelle Report unterstreicht einmal mehr die große Rolle, die die IHKs für den deutschen Außenhandel spielen. Schließlich unterstützen sie die Betriebe mit einem breiten Dienstleistungsportfolio bei ihrem Auslandsgeschäft: Die Palette reicht von der Bereitstellung erforderlicher Handelsdokumente über das Ausrichten von Wirtschaftsforen und Infotagen bis hin zu individuellen Beratungsgesprächen.

2016 stellten die IHKs mehr als 1,9 Millionen Carnets, Ursprungszeugnisse und weitere dem Außenwirtschaftsverkehr dienende Bescheinigungen aus. Mehr als 82.400 Wirtschaftsvertreter nahmen im Berichtsjahr an knapp 3.100 IHK-Veranstaltungen teil. Die Zahl der persönlichen Beratungsgespräche sowie der bearbeiteten telefonischen und schriftlichen Anfragen zum Thema Zoll- und Außenwirtschaftsrecht erreichte 2016 mit rund 412.000 einen neuen Höchststand seit Beginn der Umfrage im Jahr 2009.

Eine Kernkompetenz der IHK-Organisation liegt nach wie vor in der unternehmensspezifischen Betreuung zu Fragen rund um Finanzierung und Abwicklung von Handelsgeschäften, zu Zollfragen, zur Exportkontrolle oder auch zum grenzüberschreitenden Umsatzsteuerrecht.

Bemerkenswert ist der erhöhte Beratungsbedarf, den die IHKs 2016 – und teilweise auch im ersten Halbjahr 2017 – vor allem zu einem Engagement im Iran sowie zum Brexit verzeichneten.

Ein zweites Schwerpunktthema war die Neufassung des EU-Zollrechts: Im Zusammenhang mit dem Unionszollkodex wurden an die IHKs zahlreiche Fragen herangetragen. Dabei ging es insbesondere um die Neuformulierung der Langzeit-Lieferantenerklärung, aber auch um die Voraussetzungen für die Neuerteilung zollrechtlicher Bewilligungen mit Blick auf die zwischenzeitliche Erhebung der persönlichen Steuer-IDs von Mitarbeitern mit Zollverantwortung in den Betrieben.

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