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 Klaus Linke

Klaus Linke

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Redaktion IHK-Zeitschrift „Offenbacher Wirtschaft“

2.000 Besucher werden erwartet


[Offenbach am Main, 18. Mai 2017] Zum fünften Mal veranstalten die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main, die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und die Agentur für Arbeit Offenbach die Messe für Ausbildung, Weiterbildung und duales Studium „gOFfit“ in der Offenbacher Stadthalle. Über 80 Aussteller aus dem Rhein-Main Gebiet präsentieren am 19. und 20. Mai 2017 rund 120 Ausbildungsberufe mehr als 100 duale Studiengänge und vielfältige Weiterbildungsangebote. Zum ersten Mal wird auch das Thema Weiterbildung in die „gOFfit“ integriert.

IHK-Vizepräsident Hans-Joachim Giegerich erklärte im Vorfeld: „Wir erwarten auch dieses Jahr wieder rund 2.000 Besucher, die auf der Messe kostenlos Bewerbungsfotos von einem Fotografen schießen oder von den Wirtschaftsjunioren Offenbach ihre mitgebrachten Bewerbungsmappen checken lassen können.“ Des Weiteren gebe es Vorträge und Workshops, bei denen man beispielsweise herausfinden könne, welcher Beruf zu einem passt. Außerdem könnten sich Eltern am Samstag, den 20. Mai 2017 von 9:00 bis 10:30 Uhr bei einem IHK-Elternfrühstück mit Anja Huber, von der Personal und Training Erik Huber Systemgastronomie e. K., über aktuelle berufliche Möglichkeiten für den Nachwuchs informieren. Neu im Programm, so Giegerich, sei das Thema Weiterbildung. Weiterbildungsinteressierte können sich bei 15 Ausstellern über Weiterbildungsangebote informieren. Darüber hinaus gebe es für diese Zielgruppe weitere Angebote wie individuelle Karriereberatung, Bewerbungsmappen-Checks und interessante Vorträge.

„Die betriebliche Berufsausbildung bietet als erster Karriereschritt ins Berufsleben praktische Grundlagen. Höhere Schulabschlüsse wie etwa die Fachhochschulreife können parallel zur Berufsausbildung erworben werden. Eine berufliche Weiterbildung, etwa zum Betriebswirt, Fachwirt, Techniker oder Meister als Gegenentwurf zur theoretischen Universitätsausbildung ist im Anschluss, mit guten Aussichten, auch finanziell Karriere zu machen, möglich. Denn der Bedarf an beruflich Qualifizierten ist enorm – die Nachfrage nach Akademikern ist im Vergleich hierzu gering. Der IHK-Fachkräftemonitor belegt: Bereits 2022 werden in der Region Offenbach 14.000 Fachkräfte fehlen. 85 Prozent davon mit einer betrieblichen Berufsausbildung, gegebenenfalls ergänzt um eine Weiterbildung. Insofern geht der anhaltende Trend zur Hochschule in die falsche Richtung“, so der IHK-Vizepräsident.

Die IHKs hätten die Herausforderungen erkannt und würden unter dem Titel „Berufliche Bildung 2025“ eine Reihe von Handlungsfeldern bearbeiten, um „Exzellenz durch Praxis“ als Markenzeichen zu stärken. „Zu den wichtigsten zählen die Qualität und Attraktivität der beruflichen Bildung zu stärken, neue Zielgruppen, etwa Flüchtlinge für die berufliche Bildung zu gewinnen, Modelle zur Kombination der betrieblichen Ausbildung mit Studium oder Weiterbildung zu entwickeln, die Sicherung der Leistungsfähigkeit der Berufsschulen in der Region zu sichern und die digitale Bildung zu gestalten“, so Giegerich

Birgit Günther, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Offenbach: „Der anhaltende Trend zu höheren Schulabschlüssen um beinahe jeden Preis tut keinem gut. Der Wirtschaft nicht, die nicht mehr Akademiker, sondern mehr Fachkräfte benötigt und den Jugendlichen nicht, die die Chance versäumen, ihre Potenziale auszuschöpfen. Deswegen ist die ,gOFfit‘ so wichtig. Denn hier zeigt sich die Vielfalt der Möglichkeiten, die eine duale Ausbildung bieten kann. Junge Männer und Frauen können im direkten Kontakt mit Ausbildungsbetrieben Berufe kennenlernen und von Karriereperspektiven erfahren, die ihnen eine Ausbildung bietet. Je früher Schülerinnen, Schüler und Eltern berufliche Orientierungshilfen nutzen, desto sicherer können sie sich für den passenden Beruf entscheiden. Unsere Berufsberatung unterstützt sie auf diesem Weg und kennt die Gegebenheiten vor Ort.“

Auch das regionale Handwerk präsentiert sich wieder auf der Messe. Bernd Sieber, Leiter Berufliche Bildung der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, sagte: „Für uns steht verstärkt das Thema Karriereperspektiven der dualen Ausbildung im Handwerk für Abiturienten im Fokus. Junge Menschen wissen vielfach nicht, wie innovativ und herausfordernd, aber auch spannend das Handwerk ist. Die Weiterbildungsperspektiven, auch zu einer möglichen Existenzgründung nach dem Meisterbrief, stehen leider nicht im Fokus der Berufsinformation in den Schulen. Hier wollen wir eine Lücke mit unserem Angebot schließen.“ Die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ wolle dieses Jahr unter dem Motto „#einfachmachen“ im Rahmen der bundesweiten Dachmarkenkampagne des Handwerks Lust auf eine Ausbildung im Handwerk machen. Alle Infos zu den Berufen im Handwerk unter www.handwerk.de . Alle freien Ausbildungsplatzangebote finden sich unter www.lehrstellen-radar.de.

Giegerich forderte: „Für den Erfolg der dualen Berufsausbildung müssen auch die Schulen mitspielen. Die fächerübergreifende Berufs- und Studienorientierung in den Schulen gilt es weiter zu verbessern, auch an Gymnasien. Denn 40 Prozent der Auszubildenden in der Region Offenbach haben eine Hochschulzugangsberechtigung. Dazu ist es wichtig, die Lehrer mit der nötigen Zeit und entsprechenden Weiterbildungen auszustatten.“
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